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Person mit VR-Brille sitzt an einem Tisch und hält einen Controller vor zwei Monitoren.
Bild: Ed. Züblin AG

Best Practice Arbeitsschutz

Arbeitsschutz erleben bei Züblin

Im Vorfeld einer Betriebsversammlung der Ed. Züblin AG Bayreuth konnten 40 Beschäftigte am 27. Februar 2026 den Arbeitsplatz Baustelle und deren Gefährdungen mittels einer VR-Brille erleben. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit einer individuellen Messung der Füße – ein wichtiges Thema bei der Wahl der passenden Sicherheitsschuhe.
 

Um die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz nachhaltig im Bewusstsein der Beschäftigten zu verankern, hat die Ed. Züblin AG, Direktion Ost Bayreuth, zwei besondere Aktionen im Rahmen einer betrieblichen Veranstaltung organisiert.
 

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Gefährdungen erkennen und beheben mit VR-Brille 

Mit der Anwendung der VR-Brille konnten Teilnehmende typische Gefahrensituationen auf Baustellen (Umgang mit Baumaschinen, Arbeiten in der Höhe, Baustelleneinrichtung auf Straßen) in einer digitalen 3-D-Welt erleben und entsprechend reagieren. Ziel des Trainings war es, spielerisch zum Arbeitsschutz zu motivieren bzw. zu sensibilisieren. Man geht davon aus, dass die Wahrnehmungen und das Gelernte aus der visuellen Erfahrung „länger im Kopf bleiben“.

 

Person mit VR-Brille sitzt an einem Tisch und hält einen Controller vor zwei Monitoren.
Test der VR-Anwendung bei Ed. Züblin
Bild: Ed. Züblin AG

Da hier Arbeitssicherheit noch einmal auf andere Weise spürbar wurde, konnte nicht nur der Blick für Gefahrensituationen geschärft, sondern auch der Umgang mit ihnen trainiert werden.

  • Mit der Anwendung der VR-Brille bestand die Möglichkeit, größere Baumaschinen (Bagger mit Kettenfahrwerk, Walze, Dumper) aus der Perspektive des Baugeräteführers und aus der Perspektive des Beschäftigten in der Umgebung des Baugerätes zu erleben. Vor Benutzung des Gerätes muss eine virtuelle Wartung und Sichtprüfung durchgeführt werden.

  • Weiterhin konnte man mittels der VR-Brille mit einem Baustellenaufzug bis zur zehnten Etage fahren. Eine Unaufmerksamkeit kann hier zum virtuellen Absturz führen.

  • Die Kollegen bekamen zudem die Möglichkeit, eine Baustelle auf einer Straße einzurichten. Dazu wird der Abschnitt einer Landstraße einseitig gesperrt, während die zweite Fahrspur für den Straßenverkehr befahrbar bleibt. Dazu müssen z. B. Warnbaken und Verkehrszeichen ordnungsgemäß aufgestellt werden.

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Bild: SANALRENK / Getty Images

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Vermessung der Füße 

Ein oft unterschätztes Thema auf Baustellen sind die passenden Sicherheitsschuhe. Sind die Schuhe zu groß, bestehen Stolper- und Sturzgefahren, da sich die Stabilität im Schuh verringert und der Gang unsicherer wird. Sind die Schuhe zu klein, treten Schmerzen auf und es können Druckstellen entstehen. Ein passgenauer Schuh schützt vor Unfällen und beugt langfristig Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems vor. Im Rahmen der Vermessung der Füße bestand auch die Möglichkeit, unterschiedliche Modelle von Sicherheitsschuhen zu testen. Nach der Messung erhielten alle Teilnehmenden einen persönlichen Fußpass.
 

Resonanz auf die Veranstaltung 

Ob die Veranstaltung auch diejenigen erreicht hat, die daran teilgenommen haben, befragten die Organisatoren u. a. Tim Holzschuher, der als Vorarbeiter und Maurer- und Stahlbetonbaumeister bei der Ed. Züblin AG, Direktion Ost,  Bayreuth arbeitet.
 

Porträt Timo Holzschuher in Warnweste und Schutzhelm auf einer Baustelle.
Timo Holzschuher
Bild: Ed. Züblin AG

Wie hast du die VR-Brille zur Arbeitssicherheit erlebt? 

Timo Holzschuher: Mit der VR-Brille zur Arbeitssicherheit tauchte man in die Perspektive des Baggerfahrers und in die Perspektive des Mitarbeiters in der Nähe des Schwenkbereiches des Baggers ein. Ich bin als Baumaschinenführer schon öfters Bagger gefahren und habe dabei erlebt, dass Personen neben dem Baugerät das Sichtfeld des Maschinenbedieners falsch einschätzen. Das kann zu gefährlichen Situationen und damit auch zu schlimmen Unfällen führen. Gerade für Auszubildende, denen die praktische Erfahrung noch fehlt, ist das Training mit der VR-Brille hilfreich im Umgang mit gefährlichen Situationen. Wichtig ist zu erlernen, wie die Kommunikation, also Blickkontakt und Zeichengabe, funktioniert und wann man z. B. sicher auf den Bagger zugehen kann oder sich von der Baumaschine besser fernhalten sollte. Die VR-Brille bietet die Möglichkeit, flexibel und immer wiederkehrend gerade für das „Bodenpersonal“ das Verständnis für Abläufe und das Erkennen von potenziellen Gefahrenquellen zu üben.
 

Und wie empfandest du die Fußvermessung? 

Timo Holzschuher: Die Fußvermessung und das Testen verschiedener Sicherheitsschuhe waren gut. Auf gesundheitliche Probleme mit meiner Ferse wurde eingegangen und ich bekam viele Verbesserungsvorschläge.
 

Autor

Armin Bärnreuther

Fachkraft für Arbeitssicherheit
Ed. Züblin AG