Referentinnen und Referenten auf der Vision Zero Conference 2021 in Nigeria.
Die Referentinnen und Referenten kamen aus Nigeria, Uganda, Sambia, Simbabwe, Senegal, Sudan, Frankreich, Deutschland, Frankreich, aus der Ukraine und den USA. | Bildquelle: OSHAfrica

Vision Zero Conference 2021

Am 23. und 24. November 2021 fand unter dem Titel „International Vision Zero Conference – Theme: From Safety and Health Problems to Practical Solutions in Construction and Related Industries“ in Lagos, Nigeria, eine „Vision Zero“-Konferenz statt. Die Initiative zu dieser Konferenz entstand durch Diskussionen zwischen Prof. Karl-Heinz Noetel, Präsident der Sektion Bau bei der IVSS (Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit), und der Leitung der afrikanischen Organisation OSHAfrica (Occupational Safety and Health Africa) während einer Vision-Zero-Konferenz im Jahr 2019 in Südafrika.
 

Die erste Konferenz wurde für 2020 in Nigeria geplant. Pandemiebedingt fand diese im November 2020 als Zoom-Veranstaltung und thematisch auf die Bauindustrie fokussiert statt. Da Online-Konferenzen nur eingeschränkte Möglichkeiten zu einem intensiveren persönlichen Austausch sowie zum Aufbau und zur Pflege von Netzwerken bieten, wurde die ursprünglich geplante Konferenz dann am 23. und 24. November 2021 in Lagos durchgeführt – erneut unter Federführung von OSHAfrica, der IVSS-Sektion Bauwesen und TWPS (Total Workplace Safety) Nigeria. Unterstützt wurde die Konferenz durch die BG BAU sowie durch sechs weitere IVSS-Sektionen für Prävention in den Bereichen Bergbau, chemische Industrie, Handel, Information, Transportwesen und Elektrizität und durch die DGUV.
 

Konferenzprogramm

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Ehi Iden (OSHAfrica) und Hakeem Dickson (TWPS) sowie Prof. Karl-Heinz Noetel, der krankheitsbedingt leider nur per Videobotschaft zugeschaltet werden konnte. Die Themen in Plenarveranstaltungen und in Breakout Sessions umfassten Beiträge zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Vision-Zero-Strategie, praktische Erfahrungen in der Umsetzung durch Unternehmen und Organisationen sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeitsschutzes bei den Themen Absturzsicherung, Schutz gegen elektrische Gefährdungen und Gefahrstoffe. Best-Practice-Beispiele wurden dargestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert.

In den Vorträgen wurde immer wieder deutlich, dass die Erfahrungen bei der Umsetzung von Vision Zero international ähnlich sind – z. B. wie wesentlich die Bedeutung der Unternehmensführung und die Förderung und Motivation der Beschäftigten sind.

Michael Kirsch, Dr. Ursula Schies und Petra Jackisch haben die BG BAU und die IVSS Sektion Bauwesen mit Vorträgen im Plenum und in den Breakouts vertreten.
 

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Fazit und Ausblick

Die Möglichkeit zu einem internationalen Erfahrungsaustausch und zur Diskussion über positive Beispiele aus unterschiedlichen Regionen der Welt wurde von den Teilnehmenden intensiv genutzt. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekundeten ihr Interesse an einem zukünftigen intensiveren Austausch über die Umsetzung der „Vision Zero“-Strategie sowie über verschiedene Innovationen und Best Practices im Arbeitsschutz. Sie haben Anträge auf Mitgliedschaft in den Präventionssektionen der IVSS gestellt. OSHAfrica hat auf der Grundlage des speziellen Engagements der afrikanischen Länder für die Umsetzung der Vision Zero vorgeschlagen, dass die nächste Konferenz 2023 in Sambia stattfinden wird.
 

Logo Vision Zero
Bildquelle: IVSS

Vision Zero ist die Vision einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen. Höchste Priorität hat dabei die Vermeidung tödlicher und schwerer Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten. Ziel ist eine umfassende Präventionskultur.

Mehr Infos unter: http://visionzero.global/de

 

Autorin

Petra Jackisch

BG BAU
Stabsabteilung DGUV Kooperationen


Ausgabe

BauPortal 1|2022