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Die sicheren Elf: die Interview-Serie zu AMS BAU

Selfie Sascha Piffko mit Warnweste
Sascha Piffko, Inhaber SPAU GmbH
Bild: Sascha Piffko - SPAU GmbH
Logo AMS BAU
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Bild: BG BAU

AMS BAU ist ein branchenspezifisches Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) der BG BAU, das Unternehmen der Bauwirtschaft und baunaher Dienstleistungen in elf Arbeitsschritten strukturiert und ganzheitlich an die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit heranführt sowie mit einer freiwilligen Begutachtung nach AMS BAU abschließt.

 

Zahlreiche Mitgliedsunternehmen der BG BAU haben das Angebot der Begutachtung nach AMS BAU bereits genutzt. In unserer Interview-Serie berichten sie über ihre Erfahrungen. Da bisher nur wenige Unternehmen sowohl nach AMS BAU als auch nach DIN ISO 45001 begutachtet wurden, haben wir die Befragung auf AMS BAU fokussiert.

 

Diesmal im Interview:

Sascha Piffko, Inhaber des Unternehmens SPAU GmbH
 

Welche Gründe hatten Sie für die Einführung eines Arbeitsschutzmanagementsystems (AMS) in Ihrem Unternehmen?

Die Arbeitssicherheit in der Archäologie steckt immer noch in den Kinderschuhen. Seit Gründung der Firma im Jahr 2015 setzen wir deswegen einen Schwerpunkt in unserer betrieblichen Entwicklung auf die Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge für unsere Mitarbeitenden und sehen uns auch in einer Vorbildfunktion für die gesamte Branche. In meiner Rolle als Chef möchte ich mir zudem niemals vorwerfen müssen, dass durch mein Verschulden oder Unterlassen jemand zu Schaden gekommen ist. Ich habe in meiner Zeit als Archäologe einige Dinge erlebt, die schlimme Folgen hätten nach sich ziehen können. Personenschäden sind nur durch pures Glück nicht entstanden. Die Unfallursache war immer Unwissenheit. Das Arbeitsschutzmanagement bietet ein durchdachtes Sicherheitskonzept, das Sicherheitsmängel offenbart und Lücken schließt.
 

Wie haben Ihre Beschäftigten die Einführung von AMS BAU wahrgenommen? Beteiligen sie sich jetzt z. B. mit entsprechenden Verbesserungsvorschlägen?

Der gesamte Prozess des AMS BAU wurde von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SPAU GmbH mitgetragen und entwickelt. Viele unserer Beschäftigten haben inzwischen mehrere Kurse zur Arbeitssicherheit absolviert, durch die betriebsinternen Fortbildungsmaßnahmen besteht eine ständige Kommunikation zu den einschlägigen Themen.
 

Wie hat Ihnen die BG BAU bei der Einführung und Umsetzung von AMS BAU geholfen?

Informationsmaterial, Fortbildungskurse und Beratung wurden immer zu Verfügung gestellt, zudem steht uns die Betriebsärztin immer schnell und unkompliziert zur Seite.
 

Welche wichtigsten Maßnahmen haben sich durch die Begutachtung Ihres Unternehmens nach AMS BAU ergeben?

Die wichtigste Maßnahme ist die individuelle Gefährdungsbeurteilung, die alle Beschäftigten kontinuierlich vornehmen. Die größte Sicherheit entsteht durch das Bewusstsein für Gefährdungen und die aufmerksame Beobachtung des Arbeitsumfelds sowie durch die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten.
 

Welche Herausforderungen waren – im Nachhinein betrachtet – bei der Einführung und Umsetzung von AMS BAU in Ihrem Unternehmen am größten?

Für uns alle war und ist die größte Hürde der Verwaltungsaufwand. Hier sind wir immer noch auf dem Weg zur Alltagsroutine.
 

Welche Ratschläge würden Sie anderen Unternehmen geben, die ebenfalls AMS BAU als AMS-Standard einführen wollen?

Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas hilft eine gewisse Gelassenheit, Zeit einplanen und etwas Geduld üben.

Weitere Informationen:
www.bgbau.de/ams-bau

Steckbrief SPAU GmbH


Branche/Gewerk:
Archäologie


Leistungen des Unternehmens:
Archäologische Dienstleistungen: Gutachten, Beratung, Ausgrabung, Baubegleitung, Restaurierung, Fundinventarisierung, Anthropologie, Archäozoologie, Tourismus, Ausstellungen, Vorträge


Anzahl Beschäftigte:
48


Auftraggeber:
öffentlich/privat/Industrie/Gewerbe


durch die BG BAU begutachtet seit:
2022

 

Autor

Redaktion BauPortal


Ausgabe

BauPortal 2|2022